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Lkw-Anprall an der Eichenbrink-Brücke: Statik nach Unfall geprüft

Wie Punkt-Linden berichtet, hat ein in den Niederlanden zugelassener Sattelzug am Mittwochmittag einen Pfeiler der Eichenbrink-Brücke in Hannover-Limmer getroffen.

Hendrik Lohmann·aktualisiert 09. August 2026

Lkw-Anprall an der Eichenbrink-Brücke: Statik nach Unfall geprüft

Die Brücke ist für 16 Tonnen Gesamtgewicht freigegeben; das Leergewicht des betroffenen DAF XG mit dreiachsigem Sattelauflieger liegt nach Quelle bereits bei 14 bis 16 Tonnen, beladen bis zu 40 Tonnen. Beim Anprall brachen größere Betonstücke aus dem Pfeiler heraus und fielen auf die Fahrbahn.

Bestand und Anprallmechanik

Die historische Brücke wurde 1912 bis 1913 über den Stichkanal Linden errichtet. Die ursprünglich angesetzte Lebensdauer von rund 100 Jahren ist überschritten. Beim Befahren gegen 12:30 Uhr schwenkte das Fahrzeug aus und traf mit dem rechten Heck den Pfeiler. Die Polizei sperrte den stadteinwärts führenden Geh- und Radweg sowie eine Fahrspur. Der Sachschaden am Lastwagen selbst fiel nach Quelle vergleichsweise gering aus. Ob der Sattelzug zum Unfallzeitpunkt beladen war und ob ein Verstoß gegen die zulässige Gewichtsbeschränkung vorliegt, ist bisher nicht bekannt.

Begutachtung und Folgeprojekt

Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen, um die Standsicherheit des Bauwerks zu beurteilen. Erste Einschätzung: keine Beeinträchtigung der Tragfähigkeit. Das endgültige Ergebnis der Begutachtung steht aus. Ein Ersatzneubau ist bereits vorgesehen, Baubeginn Mitte 2030, Fertigstellung Ende 2031. Bauherr ist die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, zuständig die Fachstelle Brücken Mitte beim Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt. Der Neubau wird – wie alle neuen Brücken der WSV – für eine Traglast von 40 Tonnen ausgelegt. Der Bestand bleibt bis dahin unter der bestehenden 16-Tonnen-Beschränkung in Betrieb.

Verbleibende Klärung

Nach einer in der Quelle zitierten Einschätzung besteht der Pfeiler aus Sandstein, nicht aus Beton; die Tore hätten keine statische Funktion. Die Brücke steht nach Quelle unter Denkmalschutz. Diese Aussagen stehen ausdrücklich neben der noch ausstehenden Sachverständigenbewertung. Bis dahin bleiben die Sperrungen des stadteinwärts führenden Geh- und Radwegs sowie einer Fahrspur in Kraft. Die abschließende Bewertung der Tragfähigkeit, die Klärung der Gewichtsfrage und die denkmalgerechte Auslegung des Neubaus bleiben abzuwarten.