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Trimble integriert SketchUp Pro in die digitale Baumaschinensteuerung

Laut Engineering.com hat Trimble SketchUp Pro Civil Contractor vorgestellt. Die Software kombiniert die 3D-Modellierung von SketchUp mit dem Positionierungssystem Siteworks und der Maschinensteuerung Earthworks.

Hendrik Lohmann·aktualisiert 17. August 2026

Trimble integriert SketchUp Pro in die digitale Baumaschinensteuerung

Der Kreislauf aus Modell, Maschinensteuerung und Vermessung wird lückenlos; Layout, Ausführung und Verifikation greifen ineinander.

Datenkette

Die Lösung richtet sich an Auftragnehmer im Erd-, Planier- und Leitungsbau. Anwender erstellen 3D-Erdarbeitsmodelle in SketchUp, ohne fortgeschrittene 3D-Modellierkenntnisse vorauszusetzen. Siteworks übernimmt die Übergabe an die Vermessung. Earthworks steuert die Baumaschine mit Soll-Werten aus dem Modell. Geländedaten fließen in das 3D-Modell zurück. Der Kreislauf aus Modell und Topographie schließt sich ohne Medienbruch.

Der Workflow trägt ein digitales Modell vom Entwurf über die Absteckung bis zur Qualitätskontrolle. Die Lösung soll den Übergang vom Entwurf zur Feldausführung verkürzen. Das System verbindet 3D-Modelle mit Geländedaten und liefert die Soll-Geometrie direkt an die Maschine. Abweichungen zwischen Modell und Ausführung werden prüfbar dokumentiert.

Tragwerksebene

Erdbauwerke und Gründungen hängen geometrisch von der Übereinstimmung zwischen Modell und Baugrund ab. Eine geschlossene Modell-Baustelle-Kette reduziert Abweichungen, bevor sie überbaut werden. Für den Statiker verschiebt sich die Datenlage: Ausführungsgeometrien werden aus dem Modell abgeleitet, nicht manuell aufgemessen. Die Prüfkette für Erdarbeiten und Gründungssohlen verkürzt sich.

Die Reduktion von Nacharbeit ist das primäre Argument. Ein durchgängiger Datenpfad macht geometrische Korrekturen seltener erforderlich. Die Verifikation der Ausführung erfolgt im selben System wie die Modellierung. Fundamentabmessungen lassen sich aus dem As-built-Modell ableiten. Die Übergabe in die Statik erfolgt mit höherer Datendichte. Die Pflege des Modells über die Projektlaufzeit wird zur Voraussetzung für belastbare Statiknachweise.

Prüfbedarf

Vor einer Einführung in die eigene Projektabwicklung sind folgende Punkte zu klären:

  • Dokumentierte Systemtoleranzen für Maschinensteuerung und Vermessung
  • Exportformat der Verifikationsdaten für die Statik-Akte
  • Schnittstellen zu bestehenden FEM- und CAD-Werkzeugen im Büro
  • Verbleib der Verantwortung für Modellfreigabe und Lastannahmen beim Planer
  • Kompatibilität mit der hauseigenen BIM-Strategie
  • Anforderungen an die Modellpflege über die Projektlaufzeit

Eine belastbare Bewertung erfordert die Prüfung der technischen Spezifikation des Herstellers und die Dokumentation von Ist-Soll-Abweichungen aus Referenzprojekten.